Pfarrkirchenrat

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Vorsitzende: Lang Maria



Der neue Pfarrkirchenrat und seine Aufgaben


Maria Lang, Karin Vögel, Christian Spindelböck,

Harald Klaus, Martin Vögel, Pfarrer Peter Loretz, Ernst Wirthensohn

Dem bedeutenden Papst Johannes XXIII. verdankt die Katholische Kirche das wohl wichtigste, jedenfalls aber revolutionärste Ereignis in der Kirchengeschichte, insofern man bei der Kirche das Wort „revolutionär“ verwenden darf. Revolutionär war eigentlich nur Jesus selbst. Aber das Zweite Vatikanische Konzil brachte tatsächlich Umwälzungen, welche die Kirche tief veränderten. „Öffnen wir die Fenster!“, rief der Papst einer erstarrten, autoritären, in stickigen Räumen sitzenden Kirche zu und berief die große Kirchenversammlung ein, bei der erstmals auch Laien, darunter sondern sogar Frauen, als Hörer zugelassen waren. Um die Laien ging es auch ganz wesentlich in den Konzilsdekreten. Der Papst wollte die Kirche öffnen, demokratisieren und der Zeit anpassen (das bedeutete der Begriff Aggiornamento) und den Laien wichtige Mitspracherechte einräumen und sie auch ermutigen, diese in den Ortskirchen einzufordern.

 

 

Ein wichtiges Ergebnis des Konzils war die Einrichtung von Pfarrkirchenräten und Pfarrgemeinder-äten, beides Instrumente, um die Laien in die Führung der Pfarren zu integrieren. Die Aufgaben des Pfarrkirchenrats sind dabei vielfältig: Er dient als beratendes Gremium des Pfarrers und ist vor allem für die Vermögensverwaltung der Pfarre zuständig. Das Gremium muss alle fünf Jahre von der Diözese bestätigt werden.

 

 

Am 1. März fand im Martin Sinz Haus die konstituierende Sitzung des neuen Pfarrkirchenrats statt. Vorsitzender ist Pfarrer Peter Loretz, stellvertretende Vorsitzende Maria Lang. Die zu betreuenden Agenden sind aufgeteilt. So ist Martin Vögel für die Finanzen, Christian Spindelböck für den Friedhof und Harald Klaus für den Kirchenwald verantwortlich. Karin Vögel ist als Nachfolgerin von Martina Moosmann die neue Protokollführerin. Maria Lang und Ernst Wirthensohn kümmern sich um die Gebäude (Mesnerhaus, Pfarrhof), der Pfarrer mit allen um die Kirche.

 

Der PKR kommt drei bis viermal im Jahr zu Sitzungen zusammen. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt derzeit bei der Renovierung des Pfarrhofs. Dazu finden im Abstand von zwei oder drei Wochen Zusammenkünfte des Bauauschusses statt, bei denen sich Architekt Reinhold Locher und die Mitglieder (Pfr. Peter Loretz, Maria Lang, Ernst Wirthensohn, Elmar Nardin, Manfred Rogginer, Engelbert Violand, Gerhard Violand und Günther Wirthensohn) treffen, um alle Details zu besprechen und zu entscheiden. Nach drei Jahren vorbereitender Maßnahmen ist nun die intensivste Zeit des Baugeschehens gekommen, welche allen Beteiligten, auch den ehrenamtlichen Helfern, einiges abverlangt.

 

Zu tun gibt es im Kirchenrat immer etwas, was ein paar Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit illustrieren mögen: Beim Mesnerhaus wurden im letzten Jahr die Läden auf der Südseite ersetzt (durch Tischler Georg Heinz), der rissige und desolate Sockel musste repariert und neu gemalt, die Stiege neu gesetzt werden. Kleinere Reparaturarbeiten gab es auch im Eingangsbereich der Kirche und beim Kriegerdenkmal. Eben wurde eine neue Friedhofsordnung aufgesetzt. Windwurf bedeutet Arbeit im Kirchenwald. Auch bei der Grotte sind Arbeiten notwendig.

 

Pfarrer Peter Loretz, der Papst Johannes XXIII. sehr schätzt, fördert stark die Offenheit der pfarrlichen Gremien. Gab es früher gelegentlich hinter vorgehaltener Hand Kritik, der Kirchenrat sei ein Männerbund, der hinter verschlossenen Türen Entscheidungen treffe (der Pfarrer sprach gern von „Geheimhaltungspflicht“), so ist dies nun anders geworden. In diesem Forum sind selbstverständlich auch Frauen eingebunden, und die Pfarrgemeinde soll über die Aktivitäten des Kirchenrats informiert werden. Dies wollen wir in regelmäßigen Abständen auch im Thaler Pfarrblatt tun. „Offene Fenster“ auch diesbezüglich!

 

Ernst Wirthensohn

 

 

 


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